Gefachfuge - Putzmörtel
Die VeMura Gefachfuge ist ein hydraulisch abbindendes, kalkbasiertes und vollständig zementfreies Material für das Füllen und Verfugen von historischen Fachwerkgefächern. Die abgestimmte Körnung von 0–4 mm eignet sich besonders für die Verarbeitung zwischen Natur- und Ziegelsteinen und sorgt für eine traditionelle, natürliche Optik.
Verbrauchsrechner Kalkschlämme
Empfohlene Verpackung:
Anwendungsbereiche
Die VeMura Gefachfuge wurde für die Sanierung und Gestaltung historischer Fachwerkgefache und mineralischer Steinwände entwickelt. Der hydraulisch abbindende, kalkbasierte Mörtel ist vollständig zementfrei und diffusionsoffen.
Natürliche mineralische Bestandteile wie Lehm, Zeolith, Perlit und hochwertige Recyclinggesteine unterstützen einen ausgewogenen Feuchtehaushalt. Die abgestimmte Körnung von 0–4 mm ermöglicht eine gute Verarbeitung, sichere Einbettung der Steine und eine stabile Verfugung.
Durch den zementfreien, mineralischen Aufbau eignet sich die Gefachfuge besonders für die substanzschonende Sanierung historischer Fachwerkkonstruktionen. Sie kann sowohl zur Neuherstellung als auch zur Reparatur und Ergänzung bestehender Gefache eingesetzt werden. Voraussetzung ist ein tragfähiger, sauberer und geeigneter Untergrund.
Für eine einheitliche Oberfläche können die fertig verfugten Gefache anschließend mit einer dekorativen Kalkschlämme überarbeitet werden. Diese kann leichte Schwindrisse optisch kaschieren und ermöglicht eine individuelle farbliche Gestaltung.
Verarbeitung
1. Untergrund vorbereiten
Die zu verfugenden Steinflächen zunächst gründlich mit Wasser vornässen, idealerweise mit einem Quast. Der Untergrund sollte gleichmäßig durchfeuchtet, jedoch nicht tropfnass sein. Stark saugende Bereiche gegebenenfalls mehrfach vornässen.
2. Gefachfuge einbringen
Die angemischte Gefachfuge anschließend mit einer Fugenkelle in die Fugen einbringen und sorgfältig verdichten. Die Fuge zunächst etwas tiefer als die gewünschte Endoberfläche ausführen.
Während des Abbinde- und Trocknungsprozesses können bei einem natürlichen mineralischen Mörtel leichte Schwindrisse entstehen. Diese sind grundsätzlich materialtypisch und stellen bei geringer Ausprägung keinen Hinweis auf eine eingeschränkte Funktion dar. Größere oder wiederkehrende Rissbildungen können unter anderem durch zu schnelles Austrocknen, starke Saugfähigkeit des Untergrunds oder ungünstige Witterungsbedingungen begünstigt werden.
3. Nachbearbeitung
Am Folgetag können die verfugten Bereiche vorsichtig mit einem leicht feuchten Pinsel überarbeitet werden. Dies ermöglicht eine behutsame Nachbearbeitung der Oberfläche und unterstützt bei geeigneten Bedingungen den weiteren Abbindeprozess.
Während der ersten Abbindephase sollte die Gefachfuge vor direkter Sonneneinstrahlung, starkem Wind, Frost und zu schneller Austrocknung geschützt werden. Bei trockener oder warmer Witterung kann ein vorsichtiges Nachfeuchten sinnvoll sein.
4. Dekorative Schlämme
Nach ausreichender Erhärtung, in der Regel nach etwa zwei bis vier Tagen bei geeigneten Bedingungen, kann das Gefach optional mit einer dekorativen Kalkschlämme überarbeitet werden.
Die dekorative Kalkschlämme sorgt für eine einheitlichere Oberfläche, kann leichte, materialtypische Schwindrisse optisch kaschieren und ermöglicht eine individuelle farbliche Gestaltung des Gefachs.
Korngröße
0–4 mm
Verbrauch
Der Verbrauch kann je nach Saugfähigkeit des Untergrunds um ca. ±20 % variieren.
Richtwert: ca. 1,2 kg/m² je mm Schichtdicke.
Grundierung
Bei geeigneten Untergründen kann eine Grundierung eingesetzt werden, um das Saugverhalten zu regulieren und die Haftung zu optimieren.
Je nach Untergrund empfehlen wir eine VM Silikat-Grundierung BASE oder VM Mineral-Grundierung FONDO.
Die Grundierungen können insbesondere bei unterschiedlich stark saugenden Untergründen zu einem gleichmäßigeren Materialauftrag beitragen. Dabei bleibt die für mineralische Konstruktionen wichtige Wasserdampfdiffusionsfähigkeit erhalten.
Abbinde- und Trocknungszeit
Die Abbinde- und Trocknungszeit ist abhängig von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Schichtdicke und Saugfähigkeit des Untergrunds.
Bei etwa 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit ist die Oberfläche unter geeigneten Bedingungen nach ungefähr 6 Stunden oberflächlich trocken. Die vollständige Erhärtung des hydraulisch abbindenden Materials erfolgt jedoch über einen längeren Zeitraum.
Während der ersten Tage sollte die Gefachfuge vor zu schneller Austrocknung geschützt werden. Bei warmen, trockenen oder windigen Bedingungen kann ein regelmäßiges, leichtes Benebeln mit Wasser erforderlich sein.
Die angegebenen Zeiten sind Richtwerte und können je nach Baustellenbedingungen abweichen.
Versandzeit
Die Versandzeit beträgt 3–6 Werktage aufgrund unserer eigenen Herstellung in der Manufaktur.
Detaillierte Informationen zu den Produkten können im Downloadbereich heruntergeladen werden.